Wundbehandlung

Wundbehandlung

Ein wesentlicher Bestandteil der Therapie chronischer Wunden am Unterschenkel (Ulcus Cruris) ist die Manuelle Lymphdrainage und die Kompressionstherapie.
Durch die Manuelle Lymphdrainage kommt es zu einer Entstauung des Wundgebietes, dadurch zu einem besseren Stoffwechsel des Gewebes und in der Folge zu einer Abheilung der Wunde.
Die anschließende Kompressionsbehandlung unterstützt die Wirkung der Manuellen Lymphdrainage, in dem ein erneutes Anschwellen verhindert wird. Die Wadenmuskelpumpe aktiviert/unterstützt die Aufnahme der Lymphflüssigkeit in die Lymphgefäße.
Zusätzlich erfolgt in unserer Praxis eine phasengerechte Wundversorgung. Hierzu werden von uns, die von Ihrem Arzt verordneten Wundversorgungsprodukte eingesetzt.

Das Behandlungskonzept chronischer Wunden nach Hauke Cornelsen ®

  • Verband entfernen
  • Wund und ödeminspektion
  • Hygienische Hautwaschung
  • Nassphase ca. 20 Min. Passive Periodische Wundreinigung
  • In dieser Zeit die Manuelle Lymphdrainage
  • Mechanische Wundreinigung Aktive Periodische Wundreinigung
  • Trockenphase ca. 15 Min.
  • In dieser Zeit die Manuelle Lymphdrainage, anschließend Aktive Periodische Wundreinigung
  • Fotodokumentation (alle 2 Wochen)
  • Lokale Wundversorgung
  • Begleitende therapeutische Maßnahmen z.B. Oberes Sprunggelenk – Krankengymnastik, Ernährungsscreening, Gefäßtraining, Knöchel-Arm-Index Messung
  • Lymphologischer Kompressionsverband / Phlebologischer Kompressionsverband
  • Dokumentation erstellen

Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung e.V.

Durch die komplexe Behandlung mittels Manueller Lymphdrainage – Moderne Wundbehandlung und Kompressionstherapie ist man heute in der Lage die Wunde auch lymphologisch zu behandeln.

  1. Durch die Entstauung / Endödematisierung kommt es u.a. zu einer verbesserten Mikro- Makrozirkulation
    - Abbau entzündungsfördernder Stoffe
    - Verkleinerung der Diffusionsstrecke
    - Verbesserung / Wiederherstellung der Gewebselastizität
  2. Durch die lokale Wundbehandlung
    - stadiengerechte Wundreinigung
    - Auswahl der möglichen Wundauflagen zur lokalen Versorgung
  3. Die Kompressionstherapie bewirkt eine Verkleinerung des Gefäßdurchmessers
    - verbesserte Flüssigkeitsaufnahme
    - dadurch Reduzierung der ödemsymptomatik

Zusätzliche Maßnahmen, wie Transkutane Sauerstoffmessung, lokale Sauerstofftherapie, Höhenlufttherapie, ABI –Messung (Knöchel-Arm-Index), Gefäßtraining, Mikrowasserstrahl-Wundreinigung, Kaltplasmatherapie, Sprunggelenksmobilisation, Ernährungs-Screening, Wundbeurteilung und Wunddokumentation werden von unserem zertifizierten Wundtherapeut WTcert® DGfW /PT und Wundassistenten WAcert® DGfW / PT wundstadiengerecht durchgeführt.



Neu in unserer Gefäßtherapie Praxis

Das Kaltplasma Gerät PlasmaDerm® aktiviert und unterstützt die Wundheilung und wirkt zuverlässig keimreduzierend.

Die Stärken der PlasmaDerm®-Therapie auf einen Blick
Den größten Vorteil der Anwendung sehen Mediziner darin, dass kaltes Plasma die Mechanismen verschiedener Therapien vereint. Es gibt bereits UV-, Ozon- oder Elektrotherapien. Durch PlasmaDerm® wird jedoch eine bessere Wirkung in kürzerer Zeit erreicht. PlasmaDerm® reduziert die Zahl von Keimen auf der Oberfläche der Haut und erhöht durch das elektrische Feld gleichzeitig die Mikrozirkulation der Haut, wodurch sie besser mit Sauerstoff versorgt wird. Dies sind entscheidende Faktoren zur besseren Heilung von Wunden.

• Aktivierung der Wundheilung

• Förderung der Durchblutung

• Keimabtötend, ohne Resistenzentwicklung

• Wirksam gegen multiresistente Keime

• Ambulanter Einsatz möglich, z. B. in der Praxis

Therapeutisch wirksame Komponenten
Das durch PlasmaDerm® erzeugte kalte Plasma verdankt seine Wirksamkeit der Kombination eines therapeutisch relevanten elektrischen Feldes, einer geringen Bestrahlung im nützlichen UV-A und UV-B-Wellenlängenbereich und aktivierten Gasteilchen (Molekülen) aus der Umgebungsluft. Damit vereinigt PlasmaDerm® erstmalig synergistisch eine Vielzahl gut beschriebener, therapeutisch wirksamer Komponenten in einem Gerät.

Das elektrische Feld der PlasmaDerm®-Therapie beruht auf einem hochfrequent gepulsten Wechselstrom. Im Gegensatz zum medizinisch häufig eingesetzten Gleichstrom sorgt das auf Wechselstrom basierende elektrische Feld für eine Tiefenstimulation der behandelten Haut- bzw. Wundfläche. Diese Tiefenstimulation wirkt nachhaltig und spiegelt sich in einer gesteigerten Mikrozirkulation im behandelten Hautareal wider. Die Anregung der Mikrozirkulation bewirkt eine verbesserte Versorgung der Wunde mit Sauerstoff und Nährstoffen, die Wundheilung wird aktiviert.

Topisch wirkt PlasmaDerm® zuverlässig keimabtötend und wirkt effektiv selbst gegen multiresistente Problemkeime wie z. B. den Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA).

Indikationen
Primäre Indikationen zur PlasmaDerm®-Therapie sind chronische Wundheilungsstörungen, wie venöse und arterielle Ulzerationen, Dekubitalgeschwüre oder das diabetische Fußsyndrom.

Die Tiefenstimulation des elektrischen Feldes und die damit verbundene Anregung der Mikrozirkulation resultieren in einer verbesserten Versorgung des Wundgewebes mit Sauerstoff und Nährstoffen. Im Wundbett sorgen die topisch wirkenden Plasmakomponenten für eine zuverlässige Reduzierung angesiedelter Keime.

Die Kombination aus tiefenwirksamer Stimulation der Mikrozirkulation und topischer Keimreduktion verbessert die Wundbehandlung, insbesondere bei chronischen Wunden.

Therapieempfehlung
Um optimale Ergebnisse zu erzielen, sollte die PlasmaDerm®-Therapie zwei- bis dreimal wöchentlich über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen erfolgen. Im Einzelfall und je nach Indikation kann die Therapie auch verlängert werden. Die empfohlene Dauer beträgt 90 Sekunden pro cm² Hautoberfläche, und wird in unser Behandlungskonzept chronischer Wunden nach Hauke Cornelsen ® integriert.

Foto: Gefäßtherapeut Hauke Cornelsen, während der Applikation des Kaltplasma mit dem PlasmaDerm®-Gerätes auf die zu versorgende Haut- oder Wundoberfläche.

Ergebnisse klinischer Untersuchungen

• Erhöhung der Mikrozirkulation im Gewebe

• Anregung der Wundheilung

• Sehr gute Wirksamkeit gegen typische Wundkeime in z. B. chronischen Ulcuswunden

• Wirkung gegen MRSA und andere Problemkeime

• Rascher Wirkungseintritt

• Sehr gute Verträglichkeit

• Schmerzloses Verfahren

• Hemmung von Biofilmen

• Senkung des ph-Werts

• Keine Resistenzbildung

Quelle: Cinogy GmbH

Kaltplasma

Weiterführende Informationen


Artikel Aerzteblatt
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